
Essfreude

180+ Menschen mit Essstörungen begleitet
4+ Jahre Erfahrung im Essstörungsbereich
Spezialisiert auf Anorexie, Bulimie, Binge Eating, Orthorexie, sonstige Essstörungen & Elternarbeit
Klinische Erfahrung auf 2 Essstörungsstationen (München Klinik & Kepleruniklinikum Linz)
Mitglied bei Diaetologie Austria



Binge Eating
Vielleicht erkennst du dich in dieser Geschichte wieder - oder in Teilen davon
Lies bitte nur so weit, wie es sich für dich gerade gut anfühlt.
Vielleicht hat es mit einer Diät begonnen.
Mit etwas weniger Essen, etwas weniger Süßigkeiten.
Weil du dich in deinem Körper unwohl gefühlt hast und etwas verändern wolltest.
Du hast die Diät-Tage durchgehalten, vielleicht sogar über Monate.
Du warst stolz auf dich. Die ersten Erfolge waren spürbar.
Doch dann kam dieser eine Tag.
Du hattest dir vorgenommen, mit der Diät weiterzumachen.
Doch dann hast du angefangen zu essen - und konntest plötzlich nicht mehr aufhören.
Noch ein Teller Nudeln. Noch eine Packung Kekse.
Noch mehr von dem, was du dir eigentlich verboten hattest.
Es fühlte sich an wie Trance.
Als wärst du gedanklich nicht ganz anwesend gewesen.



Nach dem Essanfall kommt die Scham. Groß und überwältigend.
Dein Bauch ist voll, das schlechte Gewissen meldet sich sofort:
"Warum kann ich mich nicht einmal zusammenreißen?"
Vielleicht hast du auch etwas gegessen, das eigentlich für andere gedacht war: Wie die Pralinen, die deine Mutter geschenkt bekommen hat.
Gibst du beschämt zu, dass du sie gegessen hast, kommen die Vorwürfe:
„Wie kannst du das nur!"
Und es gibt keinen Weg, das Essen wieder ungeschehen zu machen.
Nur das Gefühl, mit der Scham allein zu sein.
Am Morgen danach fühlst du dich wie vom Bus überfahren.
Der gestrige Abend hängt dir nach, alles fällt doppelt so schwer.
Aufstehen, duschen, irgendwie den Schul- oder Arbeitstag durchstehen.
Du funktionierst. Aber wirklich da bist du nicht.
Manchmal sind die Essanfälle auch für ein paar Tage weg.
Doch dann kommen sie wieder, meist mehrere Tage hintereinander.
Vor allem abends, manchmal nachts, oft am Wochenende.
Manchmal aus Wut, aus Trauer, aus Stress. Manchmal einfach so.
Vielleicht planst du auch manchmal deine Essanfälle und freust dich darauf.
Auf die Stunden, in denen du dich einfach gehen lassen kannst - auch wenn du dich danach dafür hasst.
Nach außen wirkt dein Essverhalten trotzdem normal, vielleicht sogar diszipliniert.
Kolleg*innen sehen dich mittags Salat essen und denken, du hast dich im Griff. Wenn die wüssten.
Mit deinem Körper bist du auch auf Kriegsfuß.
Manche Betroffene sind übergewichtig, manche normalgewichtig, manche sogar untergewichtig - alles ist möglich, und alles tut weh, auf seine eigene Art.
Was bleibt, ist das Gefühl: Ich stecke fest. Ich will raus. Aber ich weiß nicht wie.

Wenn du dich in diesen Zielen wiedererkennst - auch wenn es vielleicht nur Teile sind - dann bist du hier genau richtig!

Du bist bei mir richtig, wenn...
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... du Essanfälle erlebst und dabei das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren
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... du nach solchen Essanfällen Schuld, Hilflosigkeit oder Ekel empfindest
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... Essen für dich ein Weg geworden ist, Emotionen zu betäuben oder auszuhalten
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... du auch ohne körperlichen Hunger isst, um dich zu beruhigen oder zu trösten
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... du heimlich isst oder die Menge verbergen möchtest
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... du Angst hast, bewertet zu werden oder dich für deinen Körper schämst
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... Diäten oder ständige Versuche, „alles richtig zu machen", deinen Alltag bestimmen
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... du oft denkst: „Morgen fange ich neu an", und doch im gleichen Muster bleibst
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... Essen dir kurzfristig Erleichterung schenkt, dich langfristig aber belastet
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... du dir Veränderung wünschst, aber nicht weißt, wie du anfangen kannst
Falls einer oder mehrere Punkte auf dich zutreffen, hast du vielleicht schon versucht, die Essanfälle allein in den Griff zu bekommen. Wenn dir das nicht gelungen ist, heißt das nicht, dass du schwach bist – es bedeutet nur, dass du Unterstützung von außen brauchst. Du musst das nicht alleine tragen. Ich unterstütze dich gerne.

Kennst du das Gefühl, beim Essen komplett die Kontrolle zu verlieren?
Viele Menschen mit Binge Eating kennen dieses Gefühl. Ich habe sie vor allem in meiner freiberuflichen Arbeit begleitet.
Die unkontrollierten Essanfälle fühlen sich dabei wie eine kurze Erleichterung an. Für einen Moment schaltest du ab, betäubst deine Gefühle und spürst nichts. Danach überwältigen dich Scham und Schuldgefühle, weil du die "Kontrolle" verloren hast. Dabei ist Binge Eating oft die Folge von zu viel Kontrolle - nicht von zu wenig davon.
Bei mir musst du dich nicht für deine Essanfälle rechtfertigen. Gemeinsam arbeiten wir daran, diesen Kreislauf zu durchbrechen. So kann Essen wieder ein sicherer Teil deines Alltags werden.
Erfahre hier mehr über mich und meine Geschichte.

Was meine Klient*innen sagen:
Häufige Fragen zur Beratung bei Binge Eating
Kostenloses Kennenlerngespräch
Für einen ersten Schritt biete ich dir ein kostenloses, unverbindliches Kennenlerngespräch an (ca. 15–20 Minuten). Melde dich dafür am besten telefonisch bei mir oder nutze alternativ das Kontaktformular. Rufst du an, sprechen wir sofort. Schreibst du mir über das Kontaktformular, melde ich mich telefonisch zurück. Im Kennenlerngespräch schauen wir dann gemeinsam, ob und wie ich dir weiterhelfen kann. Auch Eltern, die sich Sorgen um ihr Kind machen, dürfen sich gerne bei mir melden.