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Binge Eating

Vielleicht erkennst du dich in dieser Geschichte wieder - oder in Teilen davon

Lies bitte nur so weit, wie es sich für dich gerade gut anfühlt.

Vielleicht hat es mit einer Diät begonnen.

Mit etwas weniger Essen, etwas weniger Süßigkeiten.

Weil du dich in deinem Körper unwohl gefühlt hast und etwas verändern wolltest.

Vielleicht hast du die Diät-Tage durchgehalten, vielleicht sogar über Monate.

Du warst stolz auf dich. Die ersten Erfolge waren spürbar.

Doch dann kam dieser eine Tag.

Du hattest dir fest vorgenommen, weiterzumachen.

Doch dann hast du angefangen zu essen - und konntest plötzlich nicht mehr aufhören.

Noch ein Teller Nudeln. Noch eine Packung Kekse.

Noch mehr von dem, was du dir eigentlich verboten hattest.

Es fühlte sich an wie Trance. Als wärst du gedanklich nicht ganz anwesend gewesen.

Nach dem Essanfall kam die Scham. Groß und überwältigend.

Vielleicht hast du bei dem Essanfall auch Dinge gegessen, die eigentlich für andere gedacht waren.

Die Kekse, die als Geschenk für deine Mutter im Schrank standen.

Und als du beschämt zugibst, dass du sie gegessen hast, kommen die Vorwürfe: „Wie kannst du das nur!“

Und während andere reden, denkst du dir selbst:

Warum kann ich mich nicht einmal zusammenreißen?

Und anders als vielleicht bei anderen bleibt diese Scham einfach. Es gibt keinen Weg, sie loszuwerden.

Kein Erbrechen, kein Ausgleich, der die Situation rückgängig macht.

Vielleicht ist dir dieser Wunsch sogar schon gekommen - einfach alles wieder loszuwerden.

Doch du weißt, dass auch das der falsche Weg wäre.

Vielleicht sind die Essanfälle mal für ein paar Tage weg.

Drei oder vier Tage, in denen es besser geht. Doch dann kommen sie wieder - meist mehrere Tage hintereinander.

Am Morgen nach dem Essanfall wachst du auf und fühlst dich wie vom Bus überfahren.

Der gestrige Abend hängt dir nach und alles fällt doppelt so schwer.

Aufstehen, duschen, irgendwie den Arbeits- oder Schultag durchstehen.

Du funktionierst. Aber wirklich da bist du nicht.

Und dann kommt der Vorsatz: Morgen wird alles anders.

Aber die Essanfälle passieren wieder. Und immer öfter.

Vor allem abends, nach der Schule oder der Arbeit. Manchmal nachts. Oft auch am Wochenende.

Manchmal weißt du genau warum - aus Wut, aus Trauer, aus Stress. Manchmal passieren sie auch einfach so.

Aber du bist dabei immer alleine.

Irgendwann freust du dich vielleicht sogar auf den Essanfall und planst ihn.

Du planst, wann du das nächste Mal alleine bist, du deine Ruhe hast.

Du beginnst, dich auf den Freitag zu freuen - auf die Stunden, in denen du dich nach einer langen Woche einfach gehen lassen kannst. Auch wenn du dich danach dafür hasst.

Nach außen wirkt alles normal. Vielleicht sogar diszipliniert.

Kolleginnen sehen dich mittags Salat essen und denken, du hast dich im Griff. Wenn die wüssten.

Und es beschämt dich, wenn dich jemand fragt, wo die Kekse hin sind - und du mit „Keine Ahnung“ antwortest.

Obwohl du genau weißt, dass du sie gegessen hast.

Mit deinem Körper bist du auch auf Kriegsfuß.

Die Essanfälle hinterlassen Spuren - vor allem innerlich. Vielleicht auch äußerlich, je nachdem wie dein Körper reagiert.

Manche Betroffene sind übergewichtig, manche normalgewichtig, in seltenen Fällen sogar untergewichtig.

Alles ist möglich. Und alles tut weh - auf seine eigene Art.

Was bleibt, ist das Gefühl: Ich stecke fest. Ich will raus. Aber ich weiß nicht wie.

Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst - auch wenn es vielleicht nur Teile sind - dann bist du hier genau richtig.

Meine Beratung ist für dich wenn...

  • … du Episoden erlebst, in denen du in kurzer Zeit deutlich mehr isst, als du möchtest

  • … du in diesen Momenten das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren und nicht stoppen zu können

  • … du nach solchen Episoden Schuld, Hilflosigkeit oder Ekel empfindest

  • … Essen für dich ein Weg geworden ist, Emotionen zu betäuben oder auszuhalten

  • … du auch ohne körperlichen Hunger isst, um dich zu beruhigen oder zu trösten

  • … du heimlich isst oder die Menge verbergen möchtest

  • … du Angst hast, bewertet zu werden oder dich für deinen Körper schämst

  • … Diäten oder ständige Versuche, „alles richtig zu machen“, deinen Alltag bestimmen

  • … du oft denkst: „Morgen fange ich neu an“, und doch im gleichen Muster bleibst

  • … Essen dir kurzfristig Erleichterung schenkt, langfristig aber belastet

  • … du dir Veränderung wünschst, aber nicht weißt, wie du anfangen kannst

Melde dich gerne, wenn du ähnliche Gedanken und Gefühle kennst.

Du musst das nicht alleine tragen. Ich begleite dich gerne! 

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